Tiergenetik - Pferd

Abstammungs und Identitätssicherung bei Pferden durch DNA-Analyse

Für die Erstellung eines "genetischen Fingerabdrucks" bzw. „DNA-Profils“ eines Pferdes werden bei der BIOFOCUS mindestens 13 DNA-Merkmale untersucht. Die von uns analysierten DNA-Merkmale entsprechen dem internationalen Standard der ISAG (International Society for Animal Genetics). Das DNA-Profil eines Pferdes wird somit auch international vergleichbar.


Grundlage

Die Analyse der DNA kann zur Identifizierung und zur Abstammungsüberprüfung von Pferden herangezogen werden.

Gründe für eine solche Untersuchung können zum Beispiel sein:

  • Zuchtbuchsicherung
  • Verkaufsförderung durch Nachweis einer korrekten Abstammung
  • versehentliche Mehrfachbelegung
  • forensische Fragestellungen
  • Nachweis von Besitzrechten
  • Archivierung des DNA-Profils in einer Datenbank

Bei dem Verfahren werden variable Bereiche im Erbgut auf Unterschiede zwischen einzelnen Individuen getestet. Wegen seiner hohen Individualspezifität wird dieses Verfahren in Anlehnung an den klassischen Fingerabdruck auch "genetischer Fingerabdruck" oder heute gebräuchlicher „DNA-Profil“ genannt.

Die Variabilität der untersuchten Bereiche liegt in der unterschiedlichen Anzahl von hintereinander geschalteten DNA-Bausteinen, z.B. in der unterschiedlichen Anzahl von Wiederholungen des Musters -CA-. Kombiniert man die einzelnen Längenvarianten verschiedener DNA-Bereiche eines Pferdes, so ergibt sich ein Muster, an dem jedes Individuum wiedererkannt werden kann. Dabei handelt es sich nicht um Gendiagnostik. Der "genetische Fingerabdruck" bedient sich zwar prinzipiell gentechnischer Methoden, die untersuchten DNA-Abschnitte enthalten aber keine Informationen über funktionelle und morphologische Eigenschaften eines Individuums.


Methode
Die variablen DNA-Abschnitte werden im Labor durch ein besonderes biochemisches Verfahren, der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (PCR), dargestellt. Hierbei werden diese Bereiche gezielt und hochspezifisch millionenfach vervielfältigt und danach analysiert. Deshalb ist für eine Untersuchung nur sehr wenig Zellmaterial erforderlich.

Für die Erstellung des "genetischen Fingerabdrucks" eines Pferdes werden bei der BIOFOCUS mindestens 13 DNA-Merkmale untersucht. Die von uns analysierten DNA-Merkmale entsprechen dem internationalen Standard der ISAG (International Society for Animal Genetics). Das DNA-Profil eines Pferdes wird somit auch international vergleichbar.

Die Anzahl von 13 DNA-Merkmalen ist von besonderer Bedeutung, da Sie ein zweifelsfreies Resultat auch unter Berücksichtigung einer gegebenen Inzucht ermöglicht. Bei der Verwendung von zu wenigen DNA-Merkmalen können Fehlabstammungen unerkannt bleiben oder nur unzureichende Resultate auftreten, indem nicht mindestens 3 Widersprüche nachgewiesen werden, die für einen Ausschluss der Vaterschaft notwendig sind. Die Abstammungsüberprüfung eines Pferdes ist bei dem gegebenen Untersuchungsumfang so mit einer Genauigkeit von größer 99,9% möglich, und sogar Fälle mit engstem Verwandtschaftsgrad können gelöst werden.


Prinzip der Abstammungsuntersuchung
Ein Nachkomme erbt prinzipiell jeweils 50% seiner Erbsubstanz von der Mutter und 50% von dem Vater. Der genetische Fingerabdruck eines Nachkommen setzt sich somit aus dem genetischen Fingerabdruck seiner Eltern zusammen. Jedes untersuchte DNA-Merkmal des Nachkommen muss sich daher auf die DNA-Merkmale der angegebenen Eltern zurückführen lassen. Ist dies gewährleistet, so gilt die Abstammung als erwiesen. Ab drei DNA-Merkmalen eines Nachkommen, die nicht bei den Eltern nachweisbar sind, gilt die Abstammung als ausgeschlossen.

Untersuchungsdauer
Nach Vorliegen aller relevanten Proben liegt der Befund innerhalb von 10 Tagen vor.